Montag, 14. November 2011

"Rudernde Hunde" von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder

Nurejews Hund ist meine Lieblingsgeschichte. Sie handelt von einem plumpen Hund namens Oblomow, der am Grab seines Herrchens tanzt. Auch die meine nächsten zwei Favoriten aus diesem Buch sind Tiere: Matilda, die Hotelkatze, und Leo der Beo, der die Beatles liebt. Liebenswerte Tiere und kauzige Menschen versammeln sich zu einem bunten Strauß von amüsanten und bisweilen melancholischen Geschichten.

Elke Heidenreich und Bernd Schroeder werfen sich in diesem Buch wie bei einem Dichterwettstreit den Ball zu und machen aus kleinen Begebenheiten des Alltags eindrucksvolle Geschichten. Sie sind in fröhlichem Plauderton erzählt und lassen die Lust am Fabulieren spüren. Es fällt wahrhaft schwer, das Büchlein am Ende einer Episode aus der Hand zu legen. So müssen Kurzgeschichten gebaut und erzählt werden - mit Phantasie, ohne Schnörkel, mit Augenzwinkern und einem Spritzer Ironie. In diser Sammlung finden sich viele davon.

So manches Mal habe ich laut gelacht und bin mit dem Zeigefinger als Lesezeichen in den Seiten los, um jemandem zur erzählen, was ich gerade unerhörtes gelesen habe und welche Passagen mir am besten gefielen. Das passiert mir nicht bei vielen Büchern.


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